Energiespartipps

Heizkosten müssen nicht hoch sein

VORSORGE. Schon jetzt auf den nächsten Winter vorbereiten, damit man diesen möglichst kostengünstig übersteht.

Was passiert, wenn es im Sommer in der Wohnung 24 Grad hat? Viele stöhnen über die warme Wohnung, weil das Einschlafen nicht gelingen will. Was passiert, wenn die kalte jahreszeit kommt? Richtig! Viele heizen, bis es in der Wohnung eine Temperatur von 24 Grad hat.

Genau dieser Widerspruch kostet enorme Summen. Grund genug, sich Gedanken über Möglichkeiten zu machen, wie man Heizkosten im Eigenheim senken kann. Es gilt, neben der Wahl des richtigen Energiespar-Heizsystems noch einige Überlegungen anzustellen, die sich durchaus lohnen können. Folgende Maßnahmen kann man bereits in der warmen Jahreszeit erledigen, um möglichst kostengünstig und energiesparend durch den Winter zu kommen.

 

Sommer-Vorbereitung

Eine regelmäßige Wartung der Heizkörper beziehungsweise der Heizungsanlage ist ein eintscheidender Punkt auf dem Weg zur Kostenersparnis. Wenn beispielsweise Luftblasen im Heizkörper entstehen und keine Entlüftung durchgeführt wird, verbraucht der Heizkörper unnötig viel Energie, die man mit der richtigen Wartung einsparen könnte.

Die modernste Heizungsanlage bringt nichts, wenn die Fenster undicht sind. Dann wird die Heizperiode immer teurer, obwohl es in den Räumen nicht wärmer wird. Eine Überprüfung der Fenster auf undichte Stellen und eine Erneuerung der Isolierung helfen mit, die Heizkosten zu reduzieren.

Ein zusätzlicher Tipp für hohe Räume: Die erwärmte Luft steigt sofort nach oben, deshalb bedarf es es einigen Aufwandes, um die Temperatur in Bodennähe zu auf das gewünschte Maß zu erwärmen. Mit einem Deckenventilator, den Sie schon jetzt installieren können, kann man vor allem in hohen Räumen Abhilfe schaffen, denn der Ventilator verteilt die warme Luft im gesamten Raum besser und unterstützt so beim Sparen von Heizkosten. Und im Sommer hilft er kühlen!

(Der Grazer, 12. Juni 2011)

 

Weitere Tipps

Tipp 1 - Raumwärme:

  • In den meisten Räumen ist es viel zu heiß. Für ein angenehmes Raumklima reichen 20°-22° Grad völlig aus. Eine Raumtemperaturabsenkung von 1° C bringt eine Ersparnis von 5%.
  • Die Heizkörper sollten nicht mit Möbeln verstellt sein
  • Stellen Sie unterschiedliche Temperaturen für unterschiedliche Räume ein - hier ist ein Termostat zu empfehlen - d.h. Wohnräume 20°-22° Grad; Schlafzimmer 16°-18° Grad; Kinderzimmer 20°-21° Grad; Badezimmer 22°-24° Grad; Vorräume 15°-16° Grad
  • Kurz und kräftig Lüften, denn dabei bleiben die Wände warm und es kommt zu einem geringen Wärmeverlust - niemals bei gekipptem Fenster die Heizung laufen lassen

Tipp 2 - Kochen & Backen:

  • Der Topf oder die Pfanne sollten den gleichen Durchmesser haben wir die Herdplatte. So wird die Energie optimal ausgenutzt
  • Nutzen Sie die Restwärme, d.h. schalten Sie die Herdplatte bereits ab bevor das Gericht ganz gar ist.
  • Wasser kann im Wasserkocher vorgekocht werden; auch ist es ratsam wenn möglich immer einen Deckel zum Kochen zu benutzen, da die Wärme so im Topf bleibt
  • In den meisten Fällen kann auf das Vorheizen des Backofens verzichtet werden
  • Unnötige Bleche aus dem Backofen nehmen - das vergeudet nur unnötig Energie

Tipp 3 - Beleuchtung:

  • Energiesparlampen verbrauchen in der Regel nur ein Fünftel der Energie von konventionellen Glühbirnen, außerdem ist die Lebensdauer bis zu 15 mal so hoch

Tipp 4 - Wasserverbrauch:

  • Steigen Sie vom Vollbad auf das Duschbad um, denn das verbraucht bis zu dreimal mehr Energie (und auch Wasser).
  • Achten Sie auf Ihren Warmwasserverbrauch. Denn dieser erhöht sowohl Ihre Wasser- als auch Energiekosten. Hier eignet sich ein Sparbrausekopf.
  • Jeder von uns verbraucht bis zu 150 Litern Wasser pro Tag. Den größten Anteil daran hat die WC-Spülung. Undichte WC-Spülkästen verbrauchen bis zu 50 Liter Trinkwasser am Tag. Hier kann ein neuer Dichtring oder besser noch eine Spartaste Abhilfe schaffen

Tipp 5 - Wärmedämmung:

  • Eine vernünftige Wärmedämmung kann bis zu 40% des Energiebedarfes für die Heizung sparen. Wichtig ist ein Rundumkonzept aus effektiver Dämmung, Wärmeschutzfenstern und kontrollierter Lüftung

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